Tarifvertrag der länder ausbildung

Eine weitere Herausforderung bei der Analyse von Arbeitsinstitutionen in Entwicklungsländern ist ihre Vielfalt in verschiedenen Dimensionen wie Arbeitsrecht, die Rolle der Regierung und die Merkmale des Tarifverhandlungsprozesses. Im Allgemeinen erkennt das Arbeitsrecht das Recht der Arbeitnehmer an, eine Gewerkschaft zu gründen. Sobald die Regierung den Gewerkschaftsstatus erhalten hat, hat eine Gewerkschaft das ausschließliche Recht, Tarifverträge für die Arbeitnehmer auszuhandeln und aufzustellen. Während in einigen lateinamerikanischen Ländern, wie Argentinien und Brasilien vor den 1990er Jahren, der Gewerkschaftsstatus die Zustimmung der Regierung erforderte, durften in anderen Ländern, darunter Chile und Uruguay, Gewerkschaften ohne staatliche Zustimmung gründen. In Argentinien führten starke Gewerkschaften vor und nach den Reformen Anfang der 1990er Jahre Tarifverhandlungen. Heute verhandeln branchenweite Gewerkschaften über Verträge, von denen mehr als 70 % der Arbeitnehmer betroffen sind, während in Chile kleine Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbände über Verträge verhandeln, deren Abdeckung weniger als 15 % der Arbeitnehmer beträgt. Auch in Asien gibt es erhebliche Unterschiede. So stehen beispielsweise Koreas aggressive unabhängige Gewerkschaften in krassem Gegensatz zum chinesischen Gewerkschaftsbund, der von der Regierung kontrolliert wird [2]. Die Vielfalt der institutionellen Rahmenbedingungen, selbst in der gleichen Region, zeigt, wie schwierig es ist, allgemeine Lehren aus länderübergreifenden Studien zu ziehen.

Bisher gab es – es gab kürzlich Gesetzesänderungen (siehe unten) – die darin, dass große und mittlere Unternehmen eigene Vereinbarungen haben, manchmal auf Betriebsebene, während kleinere Arbeitgeber von Provinzverträgen für ihre Branche erfasst wurden. Die Regierung ist auch befugt, Tarifverträge in Bereichen zu verlängern, in denen keine Verhandlungen stattgefunden haben. Obwohl diese Befugnisse 2005 gestärkt wurden, werden sie heute nur sehr selten genutzt. So wurden 2010 keine Vereinbarungen verlängert.3 Die Tatsache, dass der Tarifvertrag in den meisten EU-Ländern nach wie vor abnimmt, zeigt jedoch, dass politische Unterstützung in Fällen erforderlich ist, in denen die Gewerkschaften (mehr) nicht stark genug sind, um eine umfassende Tarifabdeckung zu gewährleisten. Im Einklang mit der im EPSR eingegangenen Verpflichtung könnten die europäischen politischen Entscheidungsträger die Stärkung der Tarifverhandlungen durch die Abgabe länderspezifischer Empfehlungen unterstützen, die Die Verhandlungen mit mehreren Arbeitgebern fördern, beispielsweise durch die Erleichterung der Ausweitung von Tarifverträgen und/oder durch die Stärkung des Günstigkeitsprinzips, das den Vorrang sektoraler Vereinbarungen gegenüber Vereinbarungen auf Unternehmensebene gewährleistet.

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